TUR-Prostata

Erfahren Sie alles Wissenswerte über die operative Behandlung der gutartigen Prostatavergrösserung.

Diese Seite informiert Sie umfassend über die transurethrale Resektion der Prostata (TUR-Prostata bzw. TUR-P). Erfahren Sie, wie der Eingriff abläuft, für wen er geeignet ist und welche Vorteile er bietet. Zudem erhalten Sie Informationen zu den Erfolgsaussichten, möglichen Risiken sowie der Nachsorge nach der Operation, damit Sie gut informiert Ihre Behandlungsentscheidung treffen können.

TUR-Prostata

Die transurethrale Resektion der Prostata (TUR-Prostata bzw. TUR-P) ist das bewährte Standardverfahren zur Behandlung einer gutartigen Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH). Ziel des Eingriffs ist es, überschüssiges Prostatagewebe zu entfernen, das die Harnröhre einengt, und dadurch den Harnfluss dauerhaft zu verbessern sowie Beschwerden beim Wasserlassen zu lindern.

Ablauf: Der Eingriff erfolgt in der Regel in Voll- oder Teilnarkose. Über die natürliche Harnröhre wird ein spezielles Instrument eingeführt, sodass kein äußerer Hautschnitt erforderlich ist. Das einengende Prostatagewebe wird schrittweise entfernt, während die äußere Prostatakapsel erhalten bleibt. Anschließend wird zur Ableitung des Urins und zur Spülung der Blase vorübergehend ein Blasenkatheter eingelegt.

Besonderheit: Die TUR-Prostata ist ein minimalinvasives Verfahren ohne äußere Schnitte und zählt seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten Operationsmethoden bei einer gutartigen Prostatavergrößerung. Sie ermöglicht eine rasche und nachhaltige Verbesserung des Harnflusses und führt bei den meisten Patienten zu einer deutlichen Steigerung der Lebensqualität.

Nach dem Eingriff: Der Blasenkatheter verbleibt in der Regel für zwei bis drei Tage. Bereits kurz nach der Operation ist eine Mobilisation möglich. In den ersten Wochen sollten körperliche Belastungen vermieden werden, damit die Wundheilung optimal verläuft. Die meisten Patienten bemerken bereits kurz nach dem Eingriff eine deutliche Erleichterung beim Wasserlassen.

Risiken: Wie bei jeder Operation können Blutungen, Infektionen oder vorübergehende Beschwerden beim Wasserlassen auftreten. Gelegentlich kommt es zu einer narbigen Verengung der Harnröhre oder des Blasenhalses. Eine retrograde Ejakulation (Samenerguss in die Harnblase) tritt häufig auf und ist eine typische Folge des Eingriffs. Über alle möglichen Risiken und individuellen Besonderheiten klären wir Sie im persönlichen Gespräch ausführlich auf.

Vorteile der TUR-Prostata: Die TUR-P gilt als bewährter Goldstandard zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung. Sie kommt ohne äußere Schnitte aus, bietet langanhaltende Behandlungsergebnisse und ermöglicht in den meisten Fällen eine rasche Beschwerdelinderung sowie eine deutliche Verbesserung der Blasenentleerung und Lebensqualität.

Schritt Eins: Beratung

In einem persönlichen Gespräch besprechen wir Ihre Beschwerden und prüfen, ob eine TUR-Prostata die geeignete Behandlung für Sie ist. Wir informieren Sie ausführlich über den Ablauf des Eingriffs, die zu erwartenden Ergebnisse sowie mögliche Risiken und beantworten alle Ihre Fragen.

Schritt Zwei: Operation

Die TUR-Prostata erfolgt in der Regel in Voll- oder Teilnarkose über die natürliche Harnröhre – ganz ohne äusseren Hautschnitt. Das einengende Prostatagewebe wird schonend entfernt, um den Harnfluss nachhaltig zu verbessern und die Beschwerden zu lindern.

Schritt Drei: Nachsorge

Nach der Operation begleiten wir Sie während der Erholungsphase. Der Blasenkatheter wird nach wenigen Tagen entfernt, regelmässige Kontrollen sichern den Heilungsverlauf und unterstützen eine rasche Rückkehr zu einer deutlich verbesserten Lebensqualität.

Fragen zur TUR-Prostata?

Hier finden Sie klare Antworten auf wichtige Fragen rund um die transurethrale Resektion der Prostata.

Was ist eine TUR-Prostata?

Ein minimalinvasiver Eingriff zur Behandlung einer gutartigen Prostatavergrösserung über die Harnröhre – ohne äusseren Hautschnitt.

Wann ist eine TUR-Prostata sinnvoll?

Wenn Medikamente nicht mehr ausreichend wirken oder das Wasserlassen deutlich beeinträchtigt ist.

Wie lange dauert die Operation?

Der Eingriff dauert in der Regel etwa 45 bis 90 Minuten.

Wie lange bleibt der Blasenkatheter?

Meist für zwei bis drei Tage, abhängig vom Heilungsverlauf.

Welche Risiken bestehen?

Mögliche Risiken sind Blutungen, Infektionen oder eine retrograde Ejakulation. Schwerwiegende Komplikationen sind selten.

Wann bin ich wieder fit?

Die meisten Patienten können nach wenigen Tagen ihren Alltag wieder aufnehmen. Auf starke körperliche Belastung sollte für etwa zwei bis vier Wochen verzichtet werden.

Probleme beim Wasserlassen? Gemeinsam finden wir die passende Behandlung.

Wir begleiten Sie von der ersten Diagnose bis zur erfolgreichen Nachsorge. In einem persönlichen Gespräch beraten wir Sie umfassend zu den verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten der gutartigen Prostatavergrösserung – von der medikamentösen Therapie bis zur TUR-Prostata – und finden gemeinsam die für Sie beste Lösung.